Bloggen vom Jakobsweg

von Unbekannt

800 Kilometer von Saint-Jean-Pied-de-Port bis Santiago de Compostela. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich den größten Teil davon schon hinter mir. Auf die Idee gekommen bin ich vor ein paar Jahren durch das Buch „Ich bin dann mal weg“ von HaPe Kerkeling. Nach dem Abitur habe ich mich dann auf den Weg gemacht.

Um Freunde und Bekannte möglichst effektiv (möglichst viele Leute mit wenig Aufwand und wenig Kosten) immer auf dem Laufenden zu halten, habe ich mich dazu entschieden, meinen täglichen Standpunkt zu twittern. So konnte jeder sich dort informieren und das Ganze war mit einer täglichen SMS schnell gemacht (mit meiner Familie habe ich natürlich nicht über twitter kommuniziert, da gab es dann schon noch eine eigene SMS ;-)).

Da ich vorher nicht wusste, wie die Möglichkeiten auf dem Weg sind, E-Mails zu versenden, habe ich vorsichtshalber ein paar Blatt Papier und Umschläge mitgenommen, denn 140 Zeichen reichen gerade mal um den Standort und die aktuelle Wetterlage durchzugeben. Meine Briefbögen konnte ich jedoch im Rucksack lassen, denn an jeder Ecke gab es einen Computer, an dem man gegen Geldeinwurf das Internet nutzen konnte. Ca. einmal pro Woche habe ich so per E-Mail Familie und Freunde über meine Erlebnisse auf dem Laufenden gehalten. Weiterhin habe ich diese Mails im Onlinemagazin der Community stayblue.de veröffentlicht. Mit sehr großem Interesse habe ich jeweils eine Woche später die Reaktionen auf meine Briefe gelesen. Da war viel Zuspruch, bei einigen merkte man, wie sie fast mitfieberten. Viele dieser Kommentare haben mir auch Mut gemacht.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, die Möglichkeit genutzt zu haben, einer größeren Öffentlichkeit über die Community an „meinem“ Camino teilhaben zu lassen, als das per E-Mail oder in meinem Blog, was damals nur einigen Freunden bekannt war, möglich ist. Denn auch die Reaktionen, die unbekannte Leute spontan als Kommentar hinterlassen sind sehr interessant und häufig erstaunlich persönlich und intensiv. Es war eine wirklich spannende Erfahrung auf diese Weise einerseits von den eigenen Erfahrungen zu berichten, andererseits von fremden Leuten noch während ich auf dem Weg war, Feedbacks zu bekommen.

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