Die zwei Bloggertreffen im Vatikan

von Unbekannt

Nachdem hier in der letzten Woche schon kurz die ersten Eindrücke vom 1.Vatican Blogger-Meeting veröffentlich wurden, ist für das Internet schon wieder verdammt viel Zeit ins Land gegangen. Unzählige Tweets mit dem Hashtag #vbm11 wurde verschickt und die vielfältigen Eindrücke und Einschätzungen des Treffens wurden von zahlreichen Teilnehmern in den verschiedensten Sprachen veröffentlicht. Hier eine kleine Übersicht auf dem Blog Sende-Zeit.

Da ich schätze, dass ein weiterer Bericht über die Themen meinerseits nicht viel Mehrwert liefern würde, möchte ich an dieser Stelle die Rahmenbedingungen und den Ablauf der beiden Treffen (Ja richtig, es gab neben dem offiziellen Meeting noch ein weiteres Treffen, organisiert von der Bloggercommunity aus Frankreich. Aber dazu später mehr.) näher in den Blick nehmen. In den letzten Tagen ist eine Diskussion über ein mögliches Bloggertreffen in Deutschland aufgekommen. Gewünscht wird auf der einen Seite ein Treffen mit offiziellen Vertretern der DBK (entspräche dem Blogger-Meeting im Vatikan), andere fragen nach dem Sinn eines solchen Treffens und fokussieren ein Treffen nur unter Bloggern (entspräche dem Treffen, welches von den französischen Bloggern organisiert wurde). Auf die Bewertung des einen oder des anderen Vorschlages wird an dieser Stelle verzichtet, vielmehr sollen meine Eindrücke aus Rom dazu beitragen, die Diskussion über die Art des Treffens weiterführen zu können.

#vbm11 – Das offizielle Treffen
Wie schon im letzen Bericht zum Treffen kurz angesprochen, war es ein verdammt gutes Gefühl, ein Teil dieser „auserwählten“ Gruppe zu sein, die von offizieller Seite zum ersten Bloggertreffen auf vatikanischem Boden eingeladen wurde. Irgendwie kam in mir das Gefühl auf, dass meine Arbeit auch von offizieller Seite wertgeschätzt wird. Über die Organisation des Treffens kann ich zu großen Teilen nur positives berichten. Angefangen mit einem derart unkomplizierten Bewerbungsverfahren („Schickt uns eine Mail mit einem Link!“), über die technische Ausstattung bis hin zum Catering in der Pause war alles bestens organisiert und es lief wirklich reibungslos. Auch die Auswahl der Blogger wirkte auf mich ausgewogen – zumindest was die Altersstruktur und das Verhältnis Kleriker-Laien anbetrifft. Ein wenig Kritik meinerseits lässt sich an der inhaltlichen Struktur des Treffens üben. Wurde mein oben angesprochenes Gefühl der Wertschätzung der Blogger durch das erste Panel, welches ausschließlich aus Berichten aktiver Blogger bestand, gestärkt, so wurde das Ganze durch das zweite Panel, welches der Präsentation von offiziellen Aktivitäten (wie den Social Media Aktivitäten des WJT) vorbehalten war, ein wenig relativiert. Sicherlich war der Input über das geplante News-Portal „news.va“ spannend, doch unter dem Aspekt, dass man sich von offizieller Seite von dem Treffen erhoffe, in einen klärenden Dialog über die Aktivitäten der Bloggosphäre zu treten zu können, war der Charakter des zweiten Panels ein wenig hinderlich. Zumal gegen Ende im Plenum noch sehr viele Fragen vorhanden waren, die leider aufgrund der fehlenden Zeit nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Vielleicht wäre es an dieser Stelle hilfreicher gewesen, auf eine ausgeweitete Präsentation weiter Projekte zu verzichten und das zweite Panel mehr den Rückmeldungen und Fragen aus dem Plenum zu widmen. Alles in allem war das Meeting in meinen Augen jedoch ein voller Erfolg. Es hat sicherlich bei einigen Bloggern dazu beigetragen, dass sie neu motiviert in ihren Alltag als Blogger zurückgekehrt sind!

 

#vbm11 – The drink after the meeting

Kurz nach bekannt werden der offiziellen Teilnehmerliste erhielt ich eine Direct-Message via Twitter von einer alten Kommilitonin aus Frankreich. In dieser Direct-Message lud mich Gwénola, mittlerweile Journalisten beim französischen Magazin Pelerin zu einem Event mit dem verheißungsvollen Namen „Catholic Bloggers Drinks“. In einer netten Bar in der Nähe des Vatikans hatten einige französische Blogger ein paar Tische für uns reserviert. Rund 40 Blogger aus verschiedensten Nationen, auch einige, die nicht unter den Teilnehmern des offiziellen Treffens waren, hatten sich auf den Weg in die nette Birreria in der via Aurelia gemacht. Die Eindrücke des Treffens im Vatikan waren noch sehr frisch, sodass der Austausch auch hier weiter ging. Auch wenn das offizielle Treffen im Kongresssaal sicherlich lockerer war als ich es mir vorgestellt hatte, so hatte ich doch an einigen Stellen das Gefühl, dass sich Einladende und Eingeladene nicht immer auf Augenhöhe begegneten. Dieses Gefühl verlor sich beim inoffiziellen Treffen schnell. Man tauschte sich ungezwungen aus und es entstand schnell das Gefühl einer Gemeinschaft. Auch wenn die Gruppe ziemlich heterogen war, so war doch irgendwie das Gefühl da, dass einen etwas verbindet und man trotz der sprachlichen und kulturellen Unterschiede an einer gemeinsamen Sache arbeitet. Ehrlich gesagt hat mich dieses Gefühl rückblickend betrachtet mehr beeindruckt, als das schon beschriebene Gefühl zu den „Auserwählten“ zu gehören.

 

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