Katholische Coworking-Spaces - FRISCHFISCHen

Katholische Coworking-Spaces

von Unbekannt
Arbeitsplatz der Zukunft ist der Coworking-Space.

Die Katholische Kirche ist ein weltweit agierendes Netzwerk mit vielen Standorten, vielen Engagierten und noch mehr Helfern und Mitarbeitern. Doch technisch gesehen verbindet die Katholische Kirche wenig untereinander, denn die Subsidiarität hat in der Vergangenheit viele Einzellösungen geschaffen, die mal mehr und mal weniger effizient sind. In meinen Augen liegt in den vielen Standorten katholischer Einrichtungen ein großes Potential, dass zukünftig besser genutzt werden sollte, um schneller auf Bedarfe, aber auch die gestiegene Mobilität der Menschen zu reagieren. Dies möchte ich am Beispiel der Start-up Szene aufzeigen bzw. sehr konkret an Hand der Coworking-Spaces, die viele junge Unternehmer in den ersten Tagen ihrer Firmengründung nutzen.

Das Prinzip von Coworking-Spaces

Coworking-Spaces sind Arbeitsplätze in die man sich stunden- oder tageweise einmieten kann und es gibt in größeren Städten mittlerweile meist mehrere solcher Anbieter, die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Die Grundvoraussetzung an dieser Stelle ist, dass die Coworking Spaces einen Schreibtisch und einen Internetzugang zur Verfügung stellen. Darüber hinaus gibt es oftmals die Möglichkeit auch auf Drucker bzw. 3D Drucker, auf Ton- und Video-Equipment oder andere technischen Sachen zurückzugreifen. Wichtig bei den Coworking Spaces ist es, dass es keine lange Mindestvertragslaufzeiten für diese Schreibtische oder Schreibtischgruppen bzw. Räume gibt, sondern, dass man sich flexibel und je nach Bedarf vor Ort einmieten kann.

Chance für innovative Kirche

Für Kirche wäre es in meinen Augen auch denkbar und sogleich innovativ ihre Standorte teilweise zu Coworking Spaces für die kirchlichen Mitarbeiter umzubauen. So wäre es für Referenten und Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, eine Erleichterung ihren Arbeitsplatz flexibel zu wählen und auch immer wieder mit anderen Mitarbeitern aus anderen Schwerpunktfeldern ins Gespräch zu kommen. Auf diese Weise würden interne Barrieren abgebaut und die Effizienz gesteigert, da die Mitarbeiter in Bewegung bleiben und nicht in einen müden Alltagstrott verfallen. Darüber hinaus würde sich vielerorts ein Setting für innovative Gedanken ergeben, da Menschen aus verschiedenen Bereichen aufeinander treffen und ins Gespräch kommen.

Standards wie das Eduroam Programm sind notwendig

Technisch dürfte dem System von Coworking-Spaces wenig entgegenstehen, wenn die kirchlichen Einrichtungen sich auf Standards verständigen würden, wie es viele Universitäten mit Eduroam tun. Die am Eduroam beteiligten Universitäten ermöglichen es ihren Studenten, Professoren und Mitarbeitern weltweit an allen Standorten sich ins Internet und auf die lokalen Organisationsserver einzuwählen. Dieser Standard ist seit vielen Jahren erprobt und funktioniert für viele tausende Nutzer.

Der Weg zur digitalen Ablage

Praktisch ändern würde sich vor allem für Mitarbeiter etwas, die sich selber eine Falle mit ihrer teilweise unübersichtlichen Zettelwirtschaft stellen. Doch auch hier geht der Trend gerade in den vergangenen Jahren zum Glück immer stärker in die Richtung einer digitalen Dokumentenverwaltung, sei es für Protokolle und Vorlagen oder aber für eine digitale Rechnungslegung.

Ich fände es spannend den Schritt in Richtung Katholischer Coworking-Spaces zu gehen und mir bei Bedarf unkompliziert mit Hilfe z.B. einer App den nächsten Schreibtisch unterwegs zu buchen.

 

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2 thoughts on “Katholische Coworking-Spaces

  1. Das wär für pastorale Mitarbeiter interessant: CoWorking-Raum im Generalvikariat oder einem angrenzenden Gebäude. Sowas könnte zu Überschneidungen von Teams und Arbeitsfeldern führen und wäre ein weiterer Grund, mal wieder im Bistum vorbei zu schauen.

  2. Über einen ähnlichen Ansatz habe ich kürzlich auch mit Kollegen nachgedacht. Allerdings würde uns weniger die organisationsinterne Arbeitsersparnis und -vernetzung interessieren, sondern eher die pastorale Nutzung des Co-Working-Prinzips. Überall stehen wir vor der Umnutzung von Sakralräumen, aber auch “normalen” Immobilien wie Pfarrhäusern usw. Wenn dort neben den vor Ort pastoral Tätigen auch Platz für StartUps, soziale Initiativen, Selbständige aus Kunst und Kultur geschaffen würde, dann wäre es mehr als innerkirchliche Selbstbeschäftigung, sondern ein echter Dienst an der jeweiligen Stadt – und ein wichtiger Schritt in die pastoral so notwendige Öffnung zu gesellschaftlich relevanten Themen.

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