#vbm11 – Johannes Roger Hanses

von Unbekannt

Insgesamt 17 Blogger aus dem deutschsprachigen Raum stehen auf der Liste der Teilnehmer bei dem am 2. Mai stattfindenden Blogger-Meeting des Vatikans. Einer der  Teilnehmer ist Johannes Roger Hanses, der unter dem Titel „vitae in donum“ bloggt. In einem kurzen Interview beschreibt Johannes worüber er bloggt und warum er sich für das Bloggertreffen beworben hat und mit welchen Erwartungen er in der kommenden Woche nach Rom fährt.

 

 

Kannst du dich noch an deinen ersten Blogeintrag erinnern und über welche Themen bloggst du heute?

Mein erster Blogeintrag ist noch nicht lange her. Ich blogge erst seit einem knappen Jahr. Damals bekam Elton John gerade ein Verbot, in Ägypten aufzutreten, weil er Jesus einen sympathischen, homosexuellen Mann genannt hatte.
Aus dieser Nachricht wurde mein erstes Posting.
Mein Blogstil ist bislang eigentlich gleich geblieben. Ich versuche mehr oder weniger wertvolle oder seltene Beiträge, Stimmen, Bilder oder Clips aus der katholischen Welt und der Kultur aufzustöbern und meinen Lesern vorzustellen.
Zugleich haben wir ja die wunderbare Welt der deutschen „Blogozese“ und viele Blogger aus anderen Sprachgebieten. Da herrscht ein sehr lebendiger Austausch. Man kennt sich, empfieht einander, spielt sich die Bälle zu und macht sich gegenseitig aufmerksam.
Der erste Grund meines Bloggens ist allerdings die Katechese. Das heißt, ich versuche, mit einfachen Worten und schlichten Gedanken den katholischen Glauben darzulegen und verständlich zu machen.

Die vielbesprochene Krise der Kirche hat eine ihrer Wurzeln in der mangelnden oder ganz fehlenden Unterweisung. Es wird kaum noch gelehrt, was unser Glaube eigentlich genauer ist und besagt. Da versuche ich einen kleinen Beitrag zu leisten und das Katholische von seiner schönen und anziehenden Seite her zu beleuchten.

 

Wie hast du vom Bloggertreffen im Vatikan erfahren und warum hast du dich beworben?

Jemand aus der Blogozese erwähnte auf seinem Blog, dass es ein solches Treffen geben würde. Ich weiß gar nicht mehr genau; vielleicht war es Elsa, die im Aufspüren von dererlei Trüffeln ja sehr stark ist. Jedenfalls sprach sich das sehr schnell herum. Auf das Bewerben bin ich durch Kat von „The Crescat“ gekommen. Sie führt einen von mir sehr geschätztes Blog in North Carolina und riet ihren Kollegen, sie sollten sich bewerben, sich ein paar Minuten Zeit nehmen und ihren Wunsch begründen. Warum also nicht? Ich machte mich ans Werk, und da mein Blog und meine Texte eher unbedeutend sind, ließ ich das mit der Begründung gleich mal weg. Ich schrieb in nur einem Satz, eben dass ich Interesse hätte. Als man mir dann über Facebook gratulierte, hatte ich das eigentlich schon wieder vergessen.
Wer die Blogs der Blogozese liest, wird schnell feststellen, dass aus ihnen bei größter Verschiedenheit allesamt eine tiefe Liebe zu Christus, zur Kirche, zu Rom und überhaupt zum Katholischen spricht.
Mich hat einfach gerührt, dass das seitens des Vatikan zur Kenntnis genommen wird. In der Ausschreibung sehe ich ein Signal des Wohlwollens und der Nähe an uns. Die angemessendste Reaktion darauf ist dann doch, wenn man dieses Signal zurück gibt. Eine Bewerbung schien mir da der Weg zu sein. Dass ich auf der Liste stehen würde, der Gedanke kam mir gar nicht.

 

Mit welchen Erwartungen fährst du nun nach Rom?

Zunächst ist ein Tag zuvor die Seligsprechung des letzten Papstes. Darauf freue ich mich wirklich sehr. Was das Treffen selbst angeht, lasse ich mich eher überraschen.

Unser katholisches Bloggen ist, wie erwähnt, immer auch eine Art verlässliche Solidaritätsbekundung mit dem Papst, den Bischöfen und überhaupt mit Rom. Wenn hier mit der Zeit ein tragfähiges Miteinander und eine verstärkte Vernetzung zustande käme, würde ich das sehr gut finden.

Worauf ich mich ansonsten über die Maßen freue und sehr gespannt sind, ist das Kennenlernen der Personen, die hinter den Blogs stehen, die ich schon so lange verfolge.

 

Welchen Impuls wünschst du dir vom Bloggertreffen?

Der erste Impuls ist mit der Ausschreibung ja schon gesetzt. Den gegenseitig zu verstärken ist, wenn ich richtig sehe, immer schon ein Wunsch der Blogozese allgemein. Was mich selbst angeht, würde ich gern die Interessen der katholischen Blogger vertreten und zum Ausdruck bringen, sofern sich Gelegenheit ergibt.

Sehr schön wäre, wenn die Kontakte über die Sprachgrenzen hinweg intensiviert würden und auch mit den Bloggern der anderen Länder eine Art gemeinschaftliches Bloggen entstünde.

Das Treffen selbst wird allerdings nur einen Nachmittag dauern und kann von daher eigentlich kaum etwas anderes als eine kleine, gesetzte Marke oder der Beginn von etwas sein, was sich noch ergeben kann.

 

In einer kurzen Serie befragt FRISCHFISCHen verschiedene Blogger aus dem deutschsprachigen Raum, die am ersten Blogger-Treffen des Vatikans am 2. Mai in Rom teilnehmen. Mehr Informationen rund um das Bloggertreffen und weitere Interviews gibt hier als Übersicht.

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