Videotagebuch & Fernsehgottesdienst

von Unbekannt

Es begann mit der Tagung „Kirche & Web 2.0“ in Münster vor rund drei Jahren, auf der Pfarrer Matthias Hembrock als Teilnehmer gespannt dem Vortrag von Ulrich Fischer, Leiter der Katholischen Fernseharbeit, folgte. Dabei erklärte Fischer, wie einfach es möglich sei, mit einer Digital- oder Handykamera Videos zu drehen und so einer breiten Zahl von Internetnutzern eine Nachricht, einen Impuls oder einen Gedanken mitzuteilen.

Heute nutzt das Seelsorgeteam rund um Pfarrer Hembrock ganz regelmäßig eine Videokamera, um kleine Beiträge für das Internet zu drehen. Dabei greift das Team immer Themen auf, die den Seelsorgern in der Arbeit im Leben der Gemeinde begegnen. Das so entstehende Videotagebuch hilft den Seelsorgern mit wenig Aufwand dabei, Impulse in der Gemeinde zu setzen und die Gemeindemitglieder über das Geschehen in der Gemeinde auf dem Laufenden zu halten.

Ein Videotagebuch wirkt für manche Personenkreise zwar abschreckend, und es gibt gerade von Hembrocks Kollegen aus anderen Gemeinden des Bistums immer wieder Stimmen, die das Projekt sehr scharf verurteilen. Leider sehen die Kritiker oft nicht die Chance, welches ein solches Videotagebuch mit sich bringt. Kirche kann sich mit nur wenigen Minuten Aufwand positiv ins Dorf-und Stadt-Gespräch bringen.

„Hast du schon gehört oder gesehen, was der Pfarrer in seinem neusten Video gesagt hat?“, „Wie findest du die Meinung vom Diakon?“ oder ähnliche Gespräche beleben das Miteinander, und schon ist die Kirche wieder mitten im Leben der Menschen. Da ist es egal, ob ein Priester sich um eine oder um fünf Gemeinden kümmern muss; da ist es egal, ob ein Pastoralreferent eher seinen Schwerpunkt in der Senioren- oder in der Kinderpastoral hat. Das Leben der Seelsorger wird durch ein Internet-(Video-)Tagebuch transparenter, und es entstehen viel leichter Anknüpfungspunkte im normalen Gemeindeleben, denn der Seelsorger ist nicht mehr nur ein Phantom, sondern er ist ein greifbarer Wegbegleiter, den man auf der Straße grüßen und mit ihm am Sonntag auch die Heilige Messe feiern kann.

Dass der gemeinsame Gottesdienst trotz Videotagebuch heute auch noch die größte Wichtigkeit hat, ist auch in Drensteinfurt zu sehen. So fand dort erst kürzlich ein Fernsehgottesdienst statt, der im ZDF übertragen wurde. Auch wenn der Gottesdienst nun vorbei ist, in Drensteinfurt ist er immer noch Thema und Dank Pfarrer Hembrocks neustem Videotagebucheintrag wissen nun viele der Gemeindemitglieder, dass der Gottesdienst  eine „überwältigende“ Resonanz nach sich gezogen hat.

>> Pfarrer Matthias Hembrockk über: ZDF-Gottesdienstübertragung

>> Katholische Kirche Drensteinfurt

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