Vierwochenkurs

von Unbekannt
Pastoraler Kurs in Chur

Vor ein paar Wochen war ich in der Schweiz für einen Workshop im Rahmen eines größeren Kursprogrammes eingeladen. Gerne möchte ich diese Erfahrungen nutzen, um ein wenig von dem drum herum, also dem Konzept des Vierwochenkurses erzählen, da es sich dabei, um ein spannendes Konzept für die kirchliche Personalentwicklung handelt.

Der Vierwochenkurs wird von dem deutschsprachigen Teil der schweizerischen Bischofskonferenz organisiert. Eingeladen zu dem Kurs sind dabei alle pastoralen Mitarbeiter mit Dienstjubiläum (10, 20, 30 Jahre). Der Name „Vierwochenkurs“ impliziert dabei schon die Länge des Kurses und so dauert dieser eben vier Wochen lang und geht jeweils von Montag bis Freitag einer Woche. In dieser Zeit erhalten die Kursteilnehmer ein abwechslungsreiches Programm mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Aufbau des Kurses

So findet in der ersten Kurswoche eine spirituelle Einführungswoche statt, bei der die Teilnehmer ankommen und ruhig in die vierwöchige „Auszeit“ starten. Diese erste Woche ist gut mit klassischen Exerzitien zu vergleichen, die den Teilnehmern eine Zeit außerhalb des Alltags ermöglichen, um Abstand zu den alltäglichen Themen zu bekommen, persönliche Entwicklungen zu reflektieren sowie Zeit zu haben für Gedanken und Ideen der eigenen Zukunft.

In der zweiten Woche des Vierwochenkurses stehen dann insbesondere theologische und religiöse Fragen auf der Tagesordnung und gehen dann über in der dritten Woche mit Anfragen an den Auftrag von Kirche und einer missionarischen Pastoral. Die letzte Woche, in der mein Workshop „Einstieg und Nutzung von Social Media in der pastoralen Arbeit“ Teil des Kursprogrammes war, gab es dann insbesondere praktische Workshops.

Die gesamte Zeit des Kurses war dabei in Arbeits- und Reflexionsphasen eingeteilt. In der Regel standen pro Tag sechs Stunden für die Arbeitsphasen zur Verfügung. Unterbrochen wurde dabei die Woche zusätzlich durch den Mittwoch, der in anfangs festgelegten Kursgruppen gestaltet wird.

Zukunftsperspektiven entwickeln

Besonders gut finde ich das Konzept des Kurses, da die Teilnehmer für insgesamt vier Wochen aus ihren Alltagssituationen geholt werden und eine bewusste Auszeit mit „Gleichgesinnten“ bekommen. Vier Wochen in denen Freundschaften entstehen können und genügend Zeit für Reflexion vorhanden ist. Einen Zeitpunkt am Ende eines Dienstabschnittes (Dienstjubiläum) zu haben, um sich über die persönliche und berufliche Entwicklung nachzudenken ist eine gute Maßnahme, um Mitarbeiter neu zu motivieren und ihnen selbst auch bewusst Zeit zu geben, um sich weiter auf einen Job einzulassen.

Kosten und Freistellung

Positiv unterstützt wird das Konzept des Kurses dadurch, dass alle Teilnehmer von ihren Arbeitgebern für die gesamte Zeit freigestellt werden und der Arbeitgeber auch die Kursgebühren übernimmt.

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