Danke Mama – Erfolgsfaktoren für Videos

von Unbekannt

Heute ist Muttertag und viele wissen gar nicht, dass dieser Tag durch die Wirtschaft in Deutschland etabliert wurde. Insbesondere die Blumenhändler haben den Tag geprägt und auch heute ist dieser Tag sicherlich einer der wichtigsten Geschäftstage für Floristen und Blumenhändler, doch auch andere Branchen versuchen zunehmend diesen Tag für ihre Zwecke zu nutzen. Heute soll es in diesem Beitrag aber nicht um die Geschäfte gehen, sondern um ein besonderes Video.

Vielleicht habt ihr es schon im Fernsehen oder bei YouTube gesehen, doch möchte ich die aktuelle Nivea-Werbung aufgreifen, die Ende April mit Hinblick auf den Muttertag veröffentlicht wurde. „Mama“ ist der Titel der Werbung und erzählt von kleinen Alltagssituationen, die eine Mutter mit ihrem Kind erlebt. Im Fokus steht dabei das Kind, dass durch den Film zum Sprechen kommt und die verschiedenen Situationen kommentiert. So sieht es die Müdigkeit der Mutter, erklärt warum es im Kinderwagen geschrien hat und was es der Mutter gerne sagen möchte, wenn es denn schon sprechen könnte: „ Mama ich hab dich sehr lieb“.

 

 

Spannend finde ich bei diesem Video die Dramaturgie und die positive Stimmung, die durch das Video vermittelt wird. Die einfache Sprache, gut nachvollziehbare Situationen gespickt mit vielen gut ausgewählten Details wie Spielzeugen, Spiegel und einem Kind, dessen Geschlecht man nicht identifizieren kann, runden das Video ab.

Das am Ende hinter diesem Video die Marke Nivea steht finde ich nicht problematisch, doch würde ich mir gerade im kirchlichen Kontext Nachahmer wünschen. Dabei muss man sagen, dass katholische Einrichtungen viele Videos tagtäglich produzieren, doch dabei werden vornehmlich Prozesse und Aktionen dokumentiert. Darüber hinaus versuchen wir mit Interviews Menschen Gott und die Welt zu erklären, doch schaffen wir es dabei eigentlich nicht unsere Botschaften so zu verpacken, dass sie Millionen von Menschen verstehen.

Dabei liegen die Erfolgsfaktoren von guten Videos auf der Hand:

  • Situationen wählen, die Millionen Menschen kennen
  • Eine Sprache wählen, die Millionen Menschen verstehen
  • Reduktion der Protagonisten (z.B. einer bei Alleinstehenden, zwei bei Beziehungen, drei bei Familien)
  • Kurze Videos (max. 3 min, besser 1 min) mit nur sehr wenigen unterschiedlichen Sequenzen
  • Blick für die Details und eine akribische Planung durch Profis

Einen letzten wichtigen Faktor möchte ich hier noch anfügen und so scheint mir die Einbindung der Zielgruppe sehr entscheidend zu sein. Wenn Jugendliche, Mütter, Väter oder andere Gruppen angesprochen werden sollen, so sollten diese im Video vorkommen und noch besser mit in die Planungen einbezogen werden.

Ich würde mich freuen, wenn wir in der Zukunft auch im kirchlichen Bereich mehr solcher emotionalen Videos sehen und vor allem produzieren würden, denn mit unserem Glauben haben wir dafür sehr viele Anknüpfungspunkte! Auf diesem Weg allen Müttern alles Gute zum Muttertag :-).

Über Unbekannt

One thought on “Danke Mama – Erfolgsfaktoren für Videos

  1. Witzig, ich habe gerade ein Video veröffentlicht, dass von der St Paul’s Chuch in Neuseeland veröffentlicht wurde. Es gibt also auch auf Kirchenseite gute Videos zum Thema. Die St Paul’s Church haben übrigens auch ganz wundervolle Videos zu Weihnachten gemacht, bei denen die Weihnachtsgeschichte mit kleinen Kindern nachgestellt wird.
    http://www.bachmichels.de/2013/05/12/muttertag-2013/

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