Der Landpfarrer-Blog

von Unbekannt

Landpfarrer-Blog

Auf die Möglichkeit, unter die Blogger zu gehen, hat mich schon vor längerer Zeit ein kritisch-loyaler Theologe angesprochen. Ich habe damals abgewehrt, weil ich mich mit den technischen Gegebenheiten nicht gut genug auszukennen gemeint habe. Später habe ich mir einen anderen Blog angesehen und gemerkt, wie leicht alles funktioniert; in weniger als einer Minute war alles eingerichtet.

Der Blog ist eine gute Idee, Informationen und Meinungen schnell und einfach einer breiten Öffentlichkeit zukommen zu lassen. Ich stelle verschiedene Texte hinein – Predigten, Gebete und Gedichte zum Beispiel – und verlinke dann anschließend den Blog mit Facebook. Auf diese Weise war mein erster „Post“ nach zwei Tagen bereits dreihundertmal „angeklickt“ worden; nach drei Wochen hatten die bisher eingestellten drei Texte schon insgesamt zweitausend Menschen erreicht.

Auch wer die Texte nicht liest, erhält doch zumindest ein Lebenszeichen von mir; für mich ist das eine ideale Gelegenheit, mit fernstehenden, aber elektronisch vernetzten Gemeindemitgliedern in Kontakt zu bleiben. Die bisherigen Feedbacks waren allesamt positiv. Viele haben die Texte versandt oder weiter auf Facebook geteilt; zuletzt gab es eine Verlinkung zur katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien.

Das Bloggen ist nicht nur kinderleicht, sondern auch schnell gemacht. Der ausgewählte Text kann über die Zwischenablage in den Blog gestellt werden. Da ich die Kommentarfunktion ausgeschaltet habe, muss ich nicht ständig nachsehen, ob sich hier etwas getan hat. Mein Blog soll ja nur eine Plattform für Gedanken sein, die anderen auf ihrem Weg zu Gott vielleicht weiterhelfen.

Den Titel meines Blogs – „Der Landpfarrer“ – möchte ich übrigens mit einem kleinen Augenzwinkern verstanden wissen. Der berühmte Roman „Tagebuch eines Landpfarrers“ hat dabei nur wenig Pate gestanden. Ich empfinde meinen Beruf als Priester wirklich als „Traumjob“, weil ich immer nach meinem Gewissen handeln kann. Meine Stelle als Pfarrer erlaubt mir sehr viel Freiheit und Kreativität. „Landpfarrer“ bin ich insofern, als dass an der Basis arbeite und mich aus manchem kirchenpolitischem Streit sowie aus den Seilschaften und Eitelkeiten der Kirchenleitung heraushalten kann. Wer auf dem Boden (Humus) der Tatsachen lebt, behält sicher seinen Humor – und hoffentlich auch seine Demut (Humilitas). Das Herz am rechten Fleck und einen ziemlichen Schalk im Nacken – das verbinde ich mit dem Wort „Landpfarrer“.

Stefan Jürgens
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    4 thoughts on “Der Landpfarrer-Blog

    1. Lieber Stefan.
      Danke für die guten und aufrichtigen kommentare und Predigten.

      Alles Gute und Gottes Segen für die weitere Arbeit- Sr. Hildegard Doods DK

    2. Lieber Stefan,
      ich bin Dir auf der spur gekommen und finde es gut wenn manso leicht den Menschen etwas nahe bringen kann.
      Grruß Br. Hubert

    3. Hallo Stefan,

      herzliche Grüße sende ich Dir aus Sulingen. Inzwischen bin ich gut in Sulingen angekommen und geniesse nun die Ruhe auf dem Lande.

      Dir wünsche ich einen erholsamen Samstag!

      Viele Grüße
      Peter

      Peter Göhlich, Pfarrer
      Schwafördener Weg 14
      27232 Sulingen

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