Die vier Säulen des Internets und wie ein Online-Spiel entsteht

von Unbekannt

Vor einigen Jahren stellte Norbert Kebekus aus dem Erzbistum Freiburg die vier Säulen des Internets auf der Tagung „Kirche und Web 2.0“ vor. Vier Säulen, die zwar alle einzeln funktionieren, aber erst in ihrem Zusammenspiel perfekt sind.

So ist es auch kaum verwunderlich, dass es einige Jahre brauchte, bis es im Zeitalter vom „Web 2.0“ gelang, diese vier Säulen miteinander zu verknüpfen: „Information“, „Unterhaltung“, „Kommunikation“ und „Markt“.

Mit „Information“ werden klassische Webseiten bezeichnet, die sich darauf konzentrieren, nur Inhalte in eine Richtung wiederzugeben. Klassische Beispiele sind Nachrichten- oder aber auch im kirchlichen Kontext oftmals Pfarrgemeindewebseiten.

Bei „Unterhaltung“ geht es um Spaß und Entertainment. Dabei ist es egal, ob der Internetuser sich auf YouTube, MySpace oder Spielewebseiten, wie Farmville oder ähnlichen aufhält.

„Kommunikation“ ist die Säule, die sich in den letzten Jahren am stärksten verändert hat. Hier standen am Anfang Email und Chats über ICQ und MSN. Heute findet die Kommunikation vermehrt auch in den Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, über private oder öffentliche Nachrichten statt.

Auch wenn man mit „Markt“ vielerorts noch den Wochenmarkt bezeichnet, so kann jeder Internetnutzer etwas mit den Shoppingportalen wie Amazon oder Ebay anfangen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch viele kleine Shops, die Fachartikel über das Internet vertreiben.

Diese vier unterschiedlichen Säulen zu verbinden ist verlockend, aber in der alltäglichen Praxis oft nicht machbar. Bei domradio.de, dem größten katholischen Nachrichtenportal in Deutschland, hat sich nun diese Möglichkeit ergeben.

Nachdem im letzten Jahr das Bischofsquartett als Kartenspiel und auch als Online-Version veröffentlicht wurde, gibt es in diesem Jahr ein Bischofskirchen-Memo. Auch bei diesem Kartenlegespiel, im Volksmund besser bekannt als Memory (geschützter Begriff und deshalb Memo), war recht schnell klar, dass es auch ein passendes Online-Spiel geben soll.

Mit dem Online-Spiel an sich ist die Säule der Unterhaltung abgedeckt, und so kann man in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen am Bildschirm die verschiedenen Bischofskirchen und Kathedralen zusammenklicken.

Als zweite Säule ist der Markt abgebildet, denn die Originalversion gibt es auch im Online-Shop zu kaufen, und damit sollten spätestens zu Weinachten Kinder und Erwachsene einmal das Freiburger Münster oder den Kölner Dom in den Händen halten.

Ein wenig schwieriger war die Säule der Information, auch wenn es als Nachrichtenportal immer viel zu berichten gibt. In einem ersten Schritt wurde neben dem Spiel ein Newsticker mit aktuellen Informationen eingebaut. Doch damit noch nicht genug, denn beim Spielen gibt es bei jeder Domkirche auch die Möglichkeit, sich über das Infosymbol beim Aufdecken weitere Informationen zur Kirche anzeigen zu lassen. Einen Mehrwert liefert auch hier das aktuelle domradio.de-Angebot, und so werden passend zum Ort die neusten kirchlichen Nachrichten aus der Region bei den Kirchen angezeigt.

Die letzte Hürde war der Aspekt der Kommunikation, verbunden mit der Frage, wie man eine Webseite „sprechen“ lassen kann. Der hier verfolgte Ansatz ist nicht die direkte Kommunikation zwischen Spieler und Spiel, sondern zwischen dem Spieler und dessen Freunden. Dies erfolgt über die Möglichkeit, seine Freunde über Twitter oder Facebook nach einem erfolgreichen Spiel zu informieren.

Neben dem Bischofskirchen-Memo gibt es nun auch ein Nachrichten-Memo, dass aus einem Kartenset mit stets aktuellen Nachrichteninhalten und Bildern besteht.

Über Unbekannt

One thought on “Die vier Säulen des Internets und wie ein Online-Spiel entsteht

  1. Schöne Idee mit dem Memo. Mit Spielen können sicher viele User an die eigene Webseite „gebunden“ werden.

    Ich habe einen Link zu einem WordPress Plugin gefunden, mit dem sich Spiele auf der eigenen Webseite realisieren lassen. Dazu muss die Webseite mit WordPress aufgebaut sein. Leider ist das Plugin kostenpflichtig (ab 25 Euro).
    Dafür gibt es tausende von Spielen, zu deren Qualität ich nichts sagen kann.

    Link: http://www.myarcadeplugin.com

    Vielleicht kennt jemand ja auch andere, evtl. kostenfreie Lösungen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.