Digitales Brevier – Stundenbuch-App

von Unbekannt

In vielen Blogbeiträgen wurde es schon vorgestellt: Das digitale Stundenbuch in deutscher Sprache. Ich möchte heute das Thema aufgreifen und ein paar weitere Informationen drum herum geben und einen Ausblick wagen.

Entstehung des Stundenbuches

In der Vergangenheit gab es viele Ansätze das Stundenbuch als Homepage oder in den vergangenen Jahren dann auch als App anzubieten. Einige Versuche von Privatpersonen scheiterten, aber auch einige Organisationen hatten Interesse daran das Gebetsbuch der katholischen Kirche online verfügbar zu machen.

Seit Advent 2013 gibt es das Stundenbuch als App fürs Smartphone für das iPhone und die Android-Smartphones. Umgesetzt werden konnte die App als Kooperationsprojekt zwischen dem Katholischen Pressebund und dem Liturgischen Institut. Die App wird zunächst nur für die beiden Betriebssysteme angeboten, da diese auf dem deutschen Markt am weitesten verbreitet sind. Hinzu kommt, dass es zwar noch mehr Betriebssysteme für Handys gibt, aber mit jedem weiteren System auch der Wartungsaufwand enorm steigt.

Grundversion der Stundenbuch-App

In der Grundversion der App sind Laudes, Vesper, Komplet, die kleine Horen und die Tageslesung integriert. Der aufmerksame Stundenbuch-Beter merkt schnell, dass hier das kleine Stundenbuch als App umgesetzt wurde und für das große Stundenbuch noch weitere Texte fehlen. Die Planungen für das große Stundenbuch schreiten dabei immer weiter voran, um dies hier im Text vorweg zu nehmen.

Auf dem Weg zur ersten App-Version war es ein längerer Weg. Auf Seiten des Liturgischen Instituts wurden die entsprechenden Schnittstellen und Texte vorbereitet. Auf Seiten des Katholischen Pressebundes die App sowie die Finanzierung in Angriff genommen. Mit der Förderzusage des Stiftungszentrums des Erzbistums Köln war der erste Meilenstein geschafft, um solch großes Projekt umzusetzen. Mit Dirk Wetzel und seiner Firma dicendum wurde ein professioneller und kirchennaher Partner für die technische Umsetzung der App  gefunden.

Start der kostenlosen App

Den Anfang der ersten App machten verschiedene Beta-Tests, die mit verschiedenen Communities durchgeführt wurden. Der offizielle Startschuss war im Advent 2013 nachdem die anfänglichen Fehler gesammelt und behoben wurden. Ohne Werbung und mit nur einem kleinen Post wurde die App in die Stores gespielt und ist seitdem kostenfrei verfügbar. Überwältigend war die unmittelbare Resonanz und die Verbreitung über die verschiedenen Social Media Kanäle. Innerhalb von wenigen Stunden wurde die App mehrere tausend Mal installiert und am Ende des Jahres waren es rund 10.000 Installationen.

Das Feedback auf die App war zum Großteil positiv, denn viele Menschen hatten viele Jahre darauf gewartet. Zuschriften von anderen Kontinenten, viele Kommentare in den Stores und auf der Pressebund-Homepage sprechen eine eindeutige Sprache. Neben den positiven Rückmeldungen gab es auch viele Ideen für Weiterentwicklungen und leider auch einige verärgerte User, die technische Probleme mit der App hatten oder bisher auf ein anderes Betriebssystem gesetzt haben. Alle Zuschriften werden dabei sehr ernst genommen und so sind die ersten Updates in Planung.

Zukunft der Stundenbuch-App

Für die Zukunft sind weitere Ausbauschritte der App geplant, doch wird hierbei auch stark die Usergemeinschaft gefragt sein. Ein erster Schritt dafür ist getan und so wurde auf Betterplace ein Projekt eingerichtet, dass auf das Prinzip von CrowdFunding aufbaut. Hier werden Spenden gesammelt, um weitere Funktionen programmieren zu lassen oder auch die Betriebskosten einzuwerben. Auf dieser Basis soll auch das notwendige Budget für eine WindowsPhone-App gesammelt werden, damit der Wunsch vieler User endlich umgesetzt werden kann.

Ebenfalls in Planung sind die fehlenden Texte, des großen Stundenbuches, in der Zukunft als App anzubieten. Hierfür werden aktuell die verschiedenen Texte weiter aufbereitet, damit diese später zum Jahresende dann ebenfalls für die Darstellung in der App fertig sind. Wichtig dabei ist der Ansatz, dass die Apps grundsätzlich in der Zukunft weiter kostenfrei sind und nur derjenige der möchte Geld für den Betrieb und die Weiterentwicklung gibt, so wie es auch zum Beispiel bei der Plattform Wikipedia gängig ist.

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9 thoughts on “Digitales Brevier – Stundenbuch-App

  1. Ich freue mich, wenn das „große“ dann zur Verfügung steht.
    Wünschenswert fände ich es auch, wenn zwischen der aktuellen „antiken“ Ansicht und einem etwas „flacheren“, modernen Layout gewählt werden könnte.
    Nachgestellte Adamas-Antiqua ist nicht so mein Ding 😉

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