Facebook-Gottesdienst und die neuen Ministranten

von Unbekannt

Am vergangenen Sonntag hat im Maternushaus in Köln der erste Facebook-Gottesdienst stattgefunden. Es handelte sich hierbei um einen Wortgottesdienst bestehend aus verschiedenen Liedern, der Lesung und einer Ansprache von Pfr. Dietmar Heeg, der dem Gottesdienst vorstand.

Dabei wurde der Gottesdienst auf verschiedene kirchliche Webseiten, aber insbesondere auch auf deren Facebook-Seiten gestreamt. Hinzu kam, dass alle Zuschauer mit einem Facebook-Account sich mit in den Gottesdienst über einen Chat einklinken konnten, der parallel zum Live-Stream lief.

Die Besonderheit am Gottesdienst war mitunter die Integration der Kommentare und Fragen, die über den Chat hinein in den Gottesdienst getragen wurden. Praktisch funktionierte dies über kurze Gespräche, die Pfarrer Heeg mit seiner Assistentin Sarah Schortemeyer führte. Diese verfolgte den Chat über den Gottesdienst hinweg und brachte zur Ansprache hin Kommentare, Fragen und Anregungen der User mit in den Gottesdienst ein.

Den Facebook-Gottesdienst vor Ort zu erleben, war eine spannende Erfahrung und wie positiv dieser auch im Internet aufgenommen wurde, kann an sehr vielen Stellen nachgelesen werden. Ein Aspekt der im Nachklang des Gottesdienstes noch einmal bei genauer Betrachtung sehr deutlich wird, ist aber das stark veränderte Rollenprofil der Ministranten.

Diese können eine im Fernsehbild gesehene prominente Rolle einnehmen als Assistenten des Pfarrers zur Übermittlung der Fragen, Kommentare und Anregungen der Gemeindemitglieder. Oder aber der moderne Ministrant wirkt im Hintergrund und unterstützt den Gottesdienst dadurch, dass er zum Moderator im Chat wird bzw. sich um die technische Realisierung kümmert.

Zwar kamen beim Facebook-Gottesdienst Ministranten zum Einsatz, die sich professionell mit der Thematik auskennen, doch ist ein solches Setting in abgespeckter Version theoretisch sicherlich in jeder Pfarrgemeinde auch mit ehrenamtlichen Ministranten umsetzbar.

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One thought on “Facebook-Gottesdienst und die neuen Ministranten

  1. Ein Facebook-Gottesdienst ist schon was ungewöhnliches. Doch war noch weniger damit zu rechnen, dass Taizé-Lieder im Hintergrund gespielt werden.

    Vielen Dank dafür und vielleicht wird diese Art von Gottesdienst auf ökumenischer Ebene ausgeweitet.

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