Facebook verknüpft die Internet-Welt

von Unbekannt

Wer in diesen Tage einen Blick über den großen Teich nach San Francisco wirft, der wird nicht unbedingt an der Golden Gate Bridge interessiert sein, sondern vielmehr an der Entwicklerkonferenz von Facebook, wo wieder einmal ein Stück Internetgeschichte geschrieben wird. Eine Geschichte, die uns in den kommenden Jahren sehr stark beschäftigen könnte – auch in der Kirche.

Auf der Konferenz wurden in dem ersten Vortrag von Mark Zuckerberg, dem Gründer von Facebook, nun einige der neusten Tools vorgestellt. Die wohl wichtigste Neueinführung ist das „Open Graph“ Plugin, welches es „theoretisch ermöglicht die Aktivitäten der Facebook-Freunde im gesamten Web“ zu verfolgen, wie es das Portal ZdNet beschreibt. Doch dies sind für den User unwichtige Informationen und nur für die Entwickler interessant.

Wichtig hingegen sind die damit verbundenen Funktionen, wie der „Like“ (dt. „gefällt mir“) Button, der mit einer Zeile Code an jede beliebige Stelle des Internets eingebunden werden kann. Jeder Artikel kann nun von Facebook-Nutzern, wovon es weltweit mittlerweile über 400 Millionen Stück gibt, bewertet werden.

Doch warum ist dieser Button so wichtig für das Web und welche Rolle spielt dieser nun für Organisationen, wie die Kirchen? Die Antwort ist einfach: Dieser Button ermöglicht es den Internetnutzern bzw. den Facebook-Usern am Internet zu partizipieren und mit einem Klick ihre positive Meinung oder besser Sympathie kund zu tun. Gerade das die Meinung auf eine positive Art und Weise ausgedrückt wird ist dabei der entscheidene Punkt für kirchennahe Organisationen. Diese stehen oftmals geschichtlich und strukturell bedingt vor der Problematik, dass sie nur bedingt dialogfähig sind oder sein dürfen. Konkret für das Internet bedeutet es, dass Kommentarfunktionen auf kirchlichen Seiten nur in Ausnahmefällen möglich sind oder Kommentare zensiert werden.

Der „Like“ Button übergeht dieses Problem, denn es wird nur die „positive“ Bewertung zugelassen, die ganz unproblematisch für die Organisation ist. So unproblematisch, dass wir hier nun auf FRISCHFISCHen.de  direkt die Möglichkeit des „Like“ Buttons nutzen und diesen in diese Webseite eingebunden haben, auch wenn bei uns Kommentare gern gesehen sind!

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One thought on “Facebook verknüpft die Internet-Welt

  1. Ich habe heute auch schon damit rumprobiert und glaube auch, dass das ein interessantes Feature ist. Weiss aber noch nicht genau, wo ich das Ding einbauen soll.
    Ein bisserl traurig stimmt mich, dass du sagst, dass die Kirche nur bedingt dialogfähig ist. Das ist wohl leider wahr, da gibts grosse Ängste vor der Kommentarfunktion – die wohl auf den ersten Blick begründet sein mögen, auf den zweiten Blick und bezugnehmend auf die Ursprünge unserer Botschaft sind sie aber nicht. Vielmehr meine ich, dass Christ_innen der Zukunft dialogfähig und kommunikativ sein müssen – oder sie sind nicht, und mit ihnen die Kirche. Na, schauma mal wie das weitergeht.

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