Katholische Communities

von Unbekannt

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Communities und dabei sind nur sehr wenige bekannt, wie Facebook, StudiVZ oder „Wer kennt wen“. Darüber hinaus gibt es noch eine unzählig große Zahl von kleineren Communities, die meist einen regionalen, lokalen oder inhaltlichen Schwerpunkt haben. Somit gibt es auch eine ganze Reihe katholische/christliche Communities im deutschsprachigen Raum.

Eine der ersten Seite aus dem katholischen Bereich mit Community-Funktionen war ministranten.com, nachdem vorher schon Foren, wie mykath.de gestartet wurden. Im Laufe der Jahre sind dann noch viele weitere Communities hinzugekommen. Doch wenn man heute das Internet durchsucht, dann wird man schnell feststellen, dass viele der Initiativen nicht funktioniert haben und recht häufig nur noch als Internetruinen existieren. Der erhoffte Austausch ist ausgeblieben egal ob „KIRCHE Vernetzt“ oder die als Resultat der Sinus-Milieu Studie gegründete Community von missio „Club der guten Hoffnung“. Und auch von der Kirche offiziell gegründete Plattformen wie co-mi-ni-ty haben zwar einige Mitglieder sammeln können, doch ist auf der Plattform sehr wenig los. In guter Erinnerung ist da auch noch die Domino Community, welche vor rund zwei Jahren von den Benediktinern gegründet wurde. Nach einem großen Start kam dann aber bald aber wieder einmal die Ernüchterung, dass Konzept mit einer geschlossenen Community hat nicht funktioniert.

In der letzten Woche wurde dann der neuste Versuch einer „neuen“ katholischen Community vorgestellt, die jetzt in die Betaphase geht. Mehr Ausdauer könnte dahinter sein ein solches Projekt langfristig durchzuziehen, wenn eine Institution die finanziellen Kosten längerfristig zusagt. Doch es gibt auch kritische Stimmen zu dem Projekt, wie hier berichtet wurde und die sprechen immer wieder das Thema „Mehrwert“ an. Eine Community überlebt nur, wenn sie einen großen Mehrwert hat gegenüber anderen Communities. Mit himmlisch plaudern ist dies zum Beispiel der Fall. Es ist mit mittlerweile über 12.000 Mitgliedern eine der größten christlichen Singlebörsen im Internet. Der Mehrwert ist ganz einfach der, dass es vorher keine kostenfreie Singlebörse im Internet gab mit einem christlichen Schwerpunkt. Eine einfache Erklärung, die im Detail natürlich auch noch sehr viel komplexer ist, aber es zeigt ganz deutlich, dass das Geschäft mit Communities ein ziemlich hartes ist und nur wenige Projekte über mehr als ein halbes Jahr erfolgreich sind.

Eine kleine/unvollständige Übersicht über katholisch/christliche Communities steht hier als pdf-Dokument zum Download bereit: Bestandsaufnahme katholisch/christliche Communities

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7 thoughts on “Katholische Communities

  1. Danke für den Hinweis. Falls es eine neue Bestandsaufnahme gibt, können diese Aspekte sehr gerne berücksichtigt werden.

  2. Die Bestandesaufnahme wird Ende 2009 datiert, als kathspace.com gerade einen grossen Upgrade hinter sich hatte und vieles noch angepasst, resp. gebessert werden musste. Vom Design und von der Technik her, hat sich in der Zwischenzeit einiges optimiert. Auch sind nicht die Admins die Aktivsten auf der Seite – zumindest vordergründig – das kann man beobachten, wenn man sieht, dass die meisten Blogs von den verschiedenen Mitgliedern selber stammen.
    Dies könnte bei einer evtl. neuen Bestandesaufnahme der kath. Communities berücksichtigt werden…

  3. Die Datei “Bestandsaufnahme katholisch/christliche Communities” habe ich mit Gewinn gelesen. Vielen Dank für den Überblick.Auch ich mache mir seit einiger Zeit Gedanken über das Thema “christliche Communities” und komme langsam zu dem Schluß, dass dieses Unterfangen relativ sinnlos ist, wenn es, wie sie es sehr gut formuliert haben, keinen Mehrwert und keine aktuelle Technik (also potenten Geldgeber)hat.Also wenn man sich durchringen könnte, eine inhaltlich gute Seite über “Christliche Zeltlager” herauszugeben, dann ist es von Nöten, dass schon zum Start eine gute Auswahl an Zeltplätzen, Kochrezepten, Spielen, Tipps, etc, existiert.Und auch dann muß man sich klarmachen: diese Community (und wenn sie noch so offen ist für “Zeltplatz-Kritik, Spielesammlung, etc”) wird nur zur Planung und Durchführung von Freizeiten frequentiert werden.
    +1

  4. Es fehlen sicherlich noch viele weitere Communities. Die Recherche zu dem Artikel hat vor allem unter dem Schwerpunkt „Katholische Communities“ stattgefunden, dabei war dann auffällig, dass in diesem Zusammenhang auch viele christliche Communities auftauchten, die ebenfalls sehr interessant waren und mit aufgegriffen wurden.

    Abschließend bleibt zu sagen, dass es niemals möglich sein wird ein komplettes Bild der Community-Landschaft darzustellen.

    Gerne aber hier auch noch einmal das Angebot an alle hier als Gastautor tätig zu werden und z.B. über die fehlenden Communties etc. zu berichten.

  5. Die Datei „Bestandsaufnahme katholisch/christliche Communities“ habe ich mit Gewinn gelesen. Vielen Dank für den Überblick.
    Auch ich mache mir seit einiger Zeit Gedanken über das Thema „christliche Communities“ und komme langsam zu dem Schluß, dass dieses Unterfangen relativ sinnlos ist, wenn es, wie sie es sehr gut formuliert haben, keinen Mehrwert und keine aktuelle Technik (also potenten Geldgeber)hat.
    Also wenn man sich durchringen könnte, eine inhaltlich gute Seite über „Christliche Zeltlager“ herauszugeben, dann ist es von Nöten, dass schon zum Start eine gute Auswahl an Zeltplätzen, Kochrezepten, Spielen, Tipps, etc, existiert.
    Und auch dann muß man sich klarmachen: diese Community (und wenn sie noch so offen ist für „Zeltplatz-Kritik, Spielesammlung, etc“) wird nur zur Planung und Durchführung von Freizeiten frequentiert werden.

    An dieser Stelle einige kritische Fragen an eine Christliche Community(CC):
    1. Was vermag eine CC zu leisten, was eine klassische Community (facebook etc) nicht kann?
    2. Brauche ich den geschützen Raum einer CC wirklich? Oder existiert er nicht schon mit den richtigen Einstellungen in den klassischen Communitys?
    3. Wäre es nicht vielmehr Aufgabe der Seelsorge sich vernünftig in den vorhanden Communitys zu positionieren, als viele Kosten, Mühen und Zeit zu investieren ein „katholisches Web 2.0 Milieu zu schaffen“?
    4. Communitys funktionieren nur, wenn genügend AKTIVE User diese beleben.
    Warum investiert man so viel Energie auf Neugründungen, wenn doch schon alles da ist?

    Meine Thesen:
    Die aktiven „bekennnenden“ User der großen Communities erreichen schon jetzt viel mehr Menschen, als das in einer CC je der Fall sein wird.

    Kein Mensch hat Zeit für die „2. oder 3. Community“. Facebook oder studi.vz, das reicht! Mehr kann man doch garnicht „aktiv“ beleben.

    Der Christ lebt immer IN der Welt, deshalb ist sein Platz auch IN der profanen Community.

    Verliert die Scheu vor dem „profanen web 2.0“ und zeigt durch eure Anwesenheit und euren Einsatz, was „Christ in Welt“ wirklich heißt.

    Effizient Denken! Es ist schon alles da: Plattformen, neueste Technik, Millionen von Usern.

    Pfingsten nutzen!!! 🙂

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