TwitChrist – Das deutsche Verzeichnis für Christen in Twitter

von Unbekannt

FRISCHFISCHen basiert auf der Idee, dass Personen zu Wort kommen, die sich mit unglaublicher Energie für Projekte aus den Bereichen Glauben, Religion und Gesellschaft engagieren oder besondere Erfahrungen in diesen Bereichen gesammelt haben. Für mich ist der „Erfinder“ von www.twitchrist.de Karl-Wilhelm Hees jemand, der sich engagiert und solche besonderen Erfahrungen gesammelt hat.

Im vergangenen Jahr begann ich selbst, mit meinem Twitterprofil @TwitChrist zu folgen und mich auch dort eintragen zu lassen. Auf dem Blog veröffentlichte Karl-Wilhelm Hees, was ich dadurch erlebte:

Ich „sehe“, dass es für mich einen Unterschied gemacht hat, mich bei TwitChrist eintragen zu lassen. „Plötzlich“ folgten mir diverse Christinnen und Christen – oder zumindest solche, die offen sind für eine christliche PC-Trainerin.

Inzwischen hat er das Projekt abgegeben, wir sind jedoch nach wie vor in Kontakt. Deshalb bat ich ihn, die folgenden Fragen zu beantworten, was er freundlicherweise tat.

Wie kamen Sie auf die Idee, „TwitChrist“ zu beginnen?

Hees: Schon seit Jahren habe ich Entwicklungen in Bereich EDV verfolgt und wenn möglich für meine Ziele und Ideen umgesetzt. Deshalb stand es eines Tages an, Twitter kennen zu lernen. Als Christ stelle sich mir dann gleich die Frage, wie sich andere Christen bei Twitter präsentieren. Diese zu finden war recht mühsam. Um diese Mühe anderen Twitterern zu ersparen, kam ich auf die Idee, Christen mit ihrem Twitternamen in einer Website zu präsentieren.
Welches Erlebnis fanden Sie am spannendsten als Betreiber von „TwitChrist“?

Sehr gerne habe ich an der Aktion von evangelisch.de zum Twittern der gesamten Bibel teilgenommen. Dabei erlebte ich, dass Texte von mir auch anderen gefielen. Und zum guten Schluss konnte ich den letzten Beitrag twittern.

Gab es auch ablehnende Kommentare oder ausschließlich Zustimmung zum Projekt „TwitChrist“?

Hees: Ablehnende Kommentare gab es nur ganz wenige. Mir schien, diese hatten das eigentliche Anliegen nicht verstanden.
Andererseits gab es sehr viel Zustimmung. Bis heute bestehen erfreuliche Kontakte zu einzelnen Personen, denen ich auf die Weise „begegnet“ bin.

Wie viel Zeit brauchten Sie für die Entwicklung/Pflege? War das ehrenamtliche Zeit?

Hees: Ich habe das Projekt ehrenamtlich betrieben und die dafür entstehenden Kosten gerne aus der eigenen Tasche gezahlt. Die Entwicklung des Konzeptes und die Pflege der Website erforderten recht viel Zeit. Doch ich glaube, es hat sich gelohnt.

Personen, die sich eintragen lassen wollten, sollten Ihnen zunächst folgen. Wie gut hat dieses Verfahren funktioniert?

Hees: Fast alle haben das akzeptiert. Denn immerhin bot TwitChrist ihnen einen Vorteil, für den sie ansonsten keine Gegenleistung zu erbringen hatten. Und wenn es in Einzelfällen vorkam, dass jemand Schwierigkeiten damit hatte, habe ich gerne ein Auge zugedrückt.

Wie viele Personen haben sich insgesamt für einen Eintrag begeistern lassen?

Hees: Zuletzt waren es wohl etwas über 200 Twitterer.
Auf dem dazu gehörenden Blog fanden sich Texte von Christen und Christinnen, jedoch kaum Kommentare. Welche Idee hatten Sie mit dem Blog verbunden?
Über den Blog wollte ich mein Anliegen als Christ mit solchen Texten deutlich machen, die sich nicht in 140 Zeichen ausdrücken ließen. Wenn Reaktionen kamen, waren diese immer gut. Ich vermute heute, dass sich die meisten Twitterer lieber mit den kurzen Texten zufrieden geben. Daher passen vielleicht Twitter und ein textlastiger Blog nicht zusammen.
Waren Sie zufrieden mit dem Ergebnis von „TwitChrist“?

Hees: Ja, uneingeschränkt.

Es gab keine klar konfessionelle Ausrichtung bzw. Auffindungsmöglichkeit – z.B. keine Listen nach Konfessionen. Woran lag das?

Hees: Das habe ich von Beginn an bewusst so gewollt. Ich persönlich fühle mich eindeutig einer bestimmten Konfession zugehörig. Bei TwitChrist wollte ich jedem Christen Gelegenheit geben dabei zu sein, ohne dass er sich aufgrund einer konfessionellen Ausrichtung davon abhalten lässt. Das hat funktioniert und mich persönlich bereichert. Denn ich entdeckte Christen in anderen Konfessionen, deren klare Überzeugungen mich sehr beeindruckt haben.
Weshalb haben Sie das Projekt beendet?

Hees: Bei mir standen persönliche Veränderungen an, die dazu geführt hätten, dass ich TwitChrist über einen längeren Zeitraum hinweg nicht hätte betreuen können. Deshalb habe ich TwitChrist gerne in andere Hände übergeben.

Sie sind nach wie vor auf Twitter aktiv, jedoch deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Gibt es ein neues Projekt, an dem Sie derzeit arbeiten?

Hees: Menschen brauchen die Bibel um Gott und Jesus Christus zu begegnen. Die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen gibt einen Bibelleseplan heraus, in dem für jeden Tag ein bestimmter Bibeltext als Lektüre empfohlen wird. Ich habe eine Website gestaltet, um diesen Text am PC oder mit einem mobilen Gerät (iPhone) ganz einfach aufrufen zu können. Mehrere Übersetzungen der Bibel – auch in Fremdsprachen oder als Hörbibel – stehen zur Verfügung.
Die mobile Version kann unter
http://m.bibel.hees24.eu aufgerufen werden und die Version für den Desktop unter http://bibel.hees24.eu.

Was wünschen Sie „TwitChrist“ für 2010?

Hees: Jeder twitternde Christ sollte sich bei TwitChrist eintragen und für TwitChrist werben. So kommt es hoffentlich zu weiteren Kontakten untereinander. Ich hoffe, dass so Menschen zum Glauben an Jesus Christus finden und/oder in ihrem Glauben Bestätigung und Wachstum erfahren.

Das Gespräch führte Veronika Kaiser.

Über Unbekannt

2 thoughts on “TwitChrist – Das deutsche Verzeichnis für Christen in Twitter

  1. Beim Recherchieren für einen eigenen 😉 Artikel stellte ich „zufällig“ fest, dass die beiden Links am Ende des Interviews inzwischen ins Leere laufen. Wer sich für die aktuellen Internetaktivitäten von Herrn Hees interessiert, möge bitte dem hier angegebenen Link folgen:
    http://hees24.eu/hees24/homepages.html
    Dort finden sich Verlinkungen zu aktuellen Seiten seiner Projekte.

    Herzliche Grüße
    Veronika Kaiser

  2. Pingback: • Christliche Kontakte - nicht nur auf dem Kirchentag | Mister Info

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