Zehn Wörter

von Unbekannt

Kirche als Jammertal? Bei all den Klagen, die seit geraumer Zeit über Glaubens-, Kirchen- oder Gotteskrise geführt werden, kommt gelegentlich der Blick für das Wesentliche etwas zu kurz. Worum geht es beim christlichen Glauben? Worauf kommt es (mir) an? Wie lässt sich der Kern des Christentums in Lehre und Praxis am ehesten ins Wort bringen?

Das kleine, aber tiefschürfende Internet-Projekt setzt genau hier an: Konzentration auf das Wesentliche. Zehn Wörter. Die ersten Rückmeldungen haben gezeigt, dass der Auswahlprozess eine geistliche Übung ist. Auch aus Gemeindegruppen und Schulklassen wurde von erstaunlich tiefen Glaubensgesprächen berichtet.

Das Referat Dialog und Verkündigung im Erzbistum Köln sammelt bis Ostern 2012 „große“ Wörter des Christentums  – von möglichst vielen, denen der christliche Glaube am Herzen liegt: von Glaubenssicheren ebenso wie von tastend oder zweifelnd Glaubenden, von engagierten Kirchenmitgliedern ebenso wie von solchen, die nur gelegentlich von ihrer Mitgliedschaft Gebrauch machen, von Suchenden und Fragenden, von jüngeren und älteren Menschen … und gern auch von solchen, die eher von außen auf das Christentum schauen.

Möglichst viele Einträgen auf der Internetseite sollen ein aufschlussreiches Wörterfeld ergeben, einen Nachdenkimpuls für den Verkündigungsauftrag, einen Blick in die Herzen der Menschen, die mitmachen, ein Blitzlicht auf den Glaubenssinn der Gläubigen.
Allen, die mitmachen, versprechen wir, sie über das Ergebnis zu informieren, wenn sie uns ihre E-Mail-Adresse (nebst Alter, Geschlecht und Konfession) hinterlassen.

Bernhard Riedl
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    2 thoughts on “Zehn Wörter

    1. Kleiner Hinweis – auch für Gerhardt Müller – zu unserem Projekt: Es ist tatsächlich kein Dialogprojekt, wo wie unsere Seite http://www.ohne-gott.de. Es beschäftigt sich auch nicht mit der Kirche und ihren Strukturen, sondern im Letzten mit der Gottesfrage: Was ist (für mich) die Christusbotschaft? Wie kann ich sie für mich auf den Punkt bringen – in zehn Worten?
      Die ersten Rückmeldungen zeigen, dass die allermeisten eine wirkliche Besinnung daraus gemacht haben, andere haben spontan Begriffe getippt und angekündigt, in einiger Zeit neu nachzudenken. Das ist ok und freut uns.
      Ich weiß nicht, wann der wirkliche Dialog losgeht. Ich weiß aber, dass es in der Kirche auf das ankommt, was G. Müller in seinem post „Basis“ genannt hat. Ich nenne das die eigentliche Kirche, das wahre Volk Gottes. Dort ist der Glaubenssinn beheimatet, um den es in unserem Projekt eben auch geht. Wer darauf wartet, dass eine wirkliche Kirchenreform „von oben“ kommt, der kann für seine Hoffnung wohl kaum Beispiele aus der Kirchengeschichte aufweisen. Diese Hoffnung muss sich schon nach ganz oben richten und dabei die Taufgnade und die Sendung durch die Firmung ernst nehmen. Und ich fürchte, das geschieht noch zu wenig.

    2. Wo bleibt der wirkliche Dialog mit der christlichen Basis? Es finden nur noch die fundamentalistischen Gruppen bei der Amtskirche Gehör. Wo bleiben die Ziele des 2. Vatikanum? Warum will die Kirche vom aufgeklärten Menschen nichts wissen? Gott hat die Welt geschaffen, damit sie sich entwickeln kann; mit all ihren Kulturen. Aber unsere Kirche akzeptiert noch nicht einmal die Menschenrechte. Jede soziale Errungenschaft für die Menschen musste der Kirche abgetrotzt werden. Es ist in der Tat ein Jammertal und Jesus müsste jetzt kommen und zeigen, was er von diesen Amtsträgern hält. Sind all die katholische Laien, die z.B. die Frauen-Weihe (Diakonat) fordern alle fehlgeleitet? Die Arroganz der Bischöfe besteht doch nur, weil der piusbrüderfreundliche Papst nur fundamentalistische ernennt. Sie sind ideologisiert. Die Wahl der Bischöfe gehört in die Hand der Christen. Die Gewissensentscheidung des Einzelnen ist auch das primäre Ideal in der Religion, sonst wäre der Mensch überflüssig.

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